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Lesen Sie heute im Werbe- und PR-Profi

Tolle Werbeideen für Ihren Erfolg

Liebe Leserin, lieber Leser,

erinnern Sie sich noch an die Werbekampagne, die "den besten Job der Welt" versprach? Die Tourismusbehörde des australischen Queensland suchte damals einen "Ranger" für eine der Trauminseln am Naturwunder Great Barrier Reef. Sonne satt, Inselromantik und ein stressarmer Job - das zog über 7 Millionen Menschen auf die Wettbewerbs-Website - und sorgte in der ganzen Welt für Furore. Der Wert der Medienberichterstattung zu dieser aufsehenerregenden Aktion wurde mit rund 100 Millionen Dollar beziffert - nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass die ganze Aktion die Queensland-Tourismusbehörde nur 1,2 Millionen Dollar gekostet hat. Damit dürfte diese Kampagne wohl die erfolgreichste des Jahres 2009 sein - wenn nicht die verbleibenden drei Monate den ganz großen Knaller bringen.

Das Beispiel zeigt: Mit cleveren Werbeideen lässt sich auch in Zeiten der Krise viel bewegen. Einer, der die Werbebranche aus dem Effeff kennt und sowohl in Deutschland als auch im Ausland nach den besten und erfolgreichsten Werbeideen fahndet, ist Bernd Röthlingshöfer. Herr Röthlingshöfer, den Sie bereits von vielen Beiträgen in diesem Newsletter kennen, übernimmt ab kommende Woche die Chefredaktion von "Werbe- und PR-Profi". Ich werde mich schwerpunktmäßig um das Thema Online-Marketing kümmern und in OnlineMarketing aktuell jede Woche über die neuesten Trends und Entwicklungen in dieser spannenden Branche berichten. Diesen kostenlosen Newsletter können Sie entweder über einen Klick auf Ihre "Newsletter-Einstellungen" in der Fußzeile oder über die Anmeldeseite anfordern.

Beste Grüße aus Bonn sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Werbe- und PR-Profi"


Die erfolgreichste Werbekampagne 2009

Vor einigen Monaten berichteten wir über eine PR-Idee, die uns schlichtweg begeistert hat. Jetzt ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen und nachzusehen: Hat sich die Aktion gelohnt? Um die Antwort bereits vorwegzunehmen: Und wie! Denn es gab wohl noch nie eine Werbeidee, die derart globale Ausmaße annahm und Menschen aus mehr als 200 Ländern weltweit erreichte.

Die Aufgabe
Die regionale australische Tourismusbehörde von Queensland will die neu geschaffene Marke "Islands of the Great Barrier Reef" international bekannt machen.

Vorüberlegungen

Anstatt PR-Redaktionen mit bunten Bildern von den Schönheiten des Riffs zu überzeugen, Prospekte zu drucken oder gar Anzeigen in Touristikfachzeitschriften oder Publikumsmagazinen zu schalten, suchen die Macher nach einer neuen Idee. Denn das alles würde nicht funktionieren. Schließlich hat man nur 1,2 Millionen US-$ zur Verfügung. Gerade mal genug, um in Australien selbst ein Jahr lang Werbung zu machen. Aber weltweit mit einem Schlag bekannt werden? Das klappt nicht. Jedenfalls nicht mit herkömmlichen Methoden und den begrenzten Mitteln.

Die Idee: Werden Sie Insel-Ranger für 6 Monate
Wir schreiben das Jahr 2009. Die Welt steckt mitten in der Wirtschaftskrise. Da könnte sich so mancher reif für die Insel fühlen. Und daher schreiben die Macher den wohl weltweit ungewöhnlichsten Job aus, den es zu vergeben gab: Werden Sie Insel-Ranger für sechs Monate. Der Lohn: Eine Vier-Zimmer-Villa mit Pool als Dienstsitz, Anreise und Spesen werden ebenfalls übernommen. Rund 80.000 € Bezahlung gibt es für die Ranger-Arbeit obendrein. Dafür erwartet den Bewerber allerdings auch ein 12-Stunden-Arbeitstag im Paradies. Es geht um so anstrengende Arbeiten wie Schildkröten füttern und Wale beobachten oder von der Insel bloggen.

Der Start
Die Auftraggeber starten die Kampagne mit Kleinanzeigen in Online-Jobbörsen und in wenigen ausgewählten Tageszeitungen mit einer Stellenanzeige: "Werden Sie Insel-Ranger!" Dann verweist man die Interessenten auf die eigens geschaffene Website http://www.islandreef.com. Hier erfahren sie Genaueres zum Job, zur Insel und zum Bewerbungsverfahren. Interessenten sollen sich mit einem Video bewerben, das ihre Motivation und Eignung für diesen Traumjob belegt. Ein paar vorproduzierte Videos sind auf der Website bereits als Beispiel enthalten. Darunter eine junge australische Schönheit, die doch glatt behauptet, sie würde sich das Logo der Inselgruppe auf die Haut tätowieren lassen, wenn sie nur den Job bekäme. Damit ist die Richtung vorgegeben: Jung, attraktiv, witzig und ein bisschen durchgeknallt sollen die Bewerberinnen und Bewerber um den Traumjob sein.

Medienarbeit
In einigen Schwerpunktländern – darunter auch Deutschland – betreiben die Macher klassische Pressearbeit und machen durch ausgewählte Medien auf die Aktion aufmerksam. Daneben sind die Macher auf nahezu allen Plattformen der Web-2.0-Welt vertreten: Sie legen eine Seite bei MySpace und bei Facebook an, eröffnen einen Blog, nutzen den Dienst von Twitter und stellen Videos auf YouTube ein. Das wirkt. In einem aberwitzigen Tempo verbreitet sich die Nachricht über diese Medien weltweit. Schon nach wenigen Tagen haben Hunderttausende von Menschen die Website angeklickt – nach 56 Tagen sind es bereits 7 Millionen Besucher!

Die Entscheidung

Das ganze Verfahren läuft auf ein Casting hinaus, bei dem die 16 besten Bewerber und Bewerberinnen um diesen Posten in einer TV-Show kämpfen. In den Ländern, die einen Vertreter ins Rennen schicken, steigt die PR-Berichterstattung noch mal an – vor allem als die Entscheidung näherkommt.

Deutschland wird durch die Fränkin Mirjam Novak vertreten. Und alle fiebern mit. Vor allem auch Taiwan, für deren Bewerberin im Internet mehr als 150.000 Menschen votiert haben. Gewonnen hat dann schließlich ein 33-jähriger Brite. (Merken Sie was? Alle Endrunden-Teilnehmer kamen aus Ländern, die für die australischen Touristikmanager besonders wichtig sind.)

Das Ergebnis
Das sind die vorläufigen Kampagnenergebnisse im August 2009:
  • Mehr als 36.000 Menschen haben sich um den Job beworben und ein Video als Bewerbung eingereicht.
  • Diese Bewerber haben mehr als  610 Stunden kostenlose Video-Werbung produziert.
  • Die Website wurde von mehr als 7 Millionen Menschen besucht.
  • Die Kampagne wurde in über 230.000 Blogs weltweit erwähnt.
  • Die Kampagne erzielte bis heute mehr als 52 Millionen Treffer bei Google.
  • Die weltweite Medienberichterstattung entsprach einem Wert von mehr als 100 Millionen US-$.
Eine Kampagne, die mehr als 100 Millionen US-$ wert ist und nur 1,2 Millionen US-$ gekostet hat, dürfte für Jahre in den Marketing-Lehrbüchern stehen. Aber Aktionen wie diese gelingen jedem Unternehmen – auch mit weit bescheidenerem Budget.

Quelle: WerbePraxis aktuell

Weitere Tipps für aufsehenerregende Aktionen:
Mehr Werbeerfolg durch Sympathie-Aktionen. An diesen Werbeaktionen wollen Menschen gern teilhaben
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In 5 Schritten zum neuen Slogan

Woran denken Sie, wenn Sie lesen: "Nichts ist unmöglich"? An die Automobilfirma Toyota. Diese Worte schallen schon seit 1985 durch die Werbung und sind so ein Paradebeispiel dafür, welchen Beitrag Claims für den Wiedererkennungswert einer Marke leisten. "Das Handelsblatt" beauftragte ein Aachener Marktforschungsinstitut, die Wiedererkennung der Slogans in der Öffentlichkeit zu untersuchen, und das Ergebnis war eindeutig: Klare Sieger der Claim-Forschung in Deutschland sind
1. "Ich bin doch nicht blöd" – der Claim der Metro-Gesellschaft "Media-Markt"
2. "Wohnst du noch oder lebst du schon?" von "Ikea"
3. "Nichts ist unmöglich“ von "Toyota".

Diese Claims sind zum Synonym für die Marken geworden, für die sie stehen. Was macht diese Slogans so erfolgreich?
  • Sie sind einprägsam.
  • Sie übertiteln konsequent jede Werbemaßnahme.
  • Sie passen zum Image des Unternehmens.
Und diese Kriterien geben gleichzeitig den Rahmen vor für Ihre Kreativität, für Ihren Weg zum Unternehmensslogan.

1. Schritt: Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal, was hebt Sie ab von den Mitbewerbern?
Schreiben Sie sich diese Merkmale auf Wolken und heften Sie sie an eine Metaplanwand, um sie während des gesamten Prozesses, etwa bei einem Meeting mit ausgewählten Mitarbeitern, im Blick zu haben.

2. Schritt: Wer ist Ihre Zielgruppe?
Schreiben Sie die Werte, die Sprache und die Vorlieben Ihrer Zielgruppe auf und bündeln Sie diese ebenfalls an der Metaplanwand.

3. Schritt: Was sind die typischen Ausdrücke und Worte Ihrer Zielgruppe, welchen Sprachstil pflegt sie?
Schreiben Sie Beispiele dazu auf und heften Sie diese an die Metaplanwand.

4. Schritt: Lassen Sie sich von Ihren Alleinstellungsmerkmalen, Ihrer Leistung, Ihrer Zielgruppe sowie den Sprachvorlieben der Zielgruppe inspirieren.
  • Sammeln Sie die spontanen Vorschläge ohne Wertung.
  • Schreiben Sie jeden Zwischenruf auf.
5. Schritt: Variieren Sie alle Vorschläge untereinander und mit 90%iger Sicherheit wird Ihr Slogan in dieser Phase entstehen.
Tipp: Kreativität anregende Beispiele finden Sie unter www.markenlexikon.com/slogans.

Fazit
Wenn Sie den Rahmen aus Alleinstellungsmerkmal, Leistungen, Zielgruppe definieren, dann finden Sie auf dieser Grundlage durch Wortspiele und spontane Ideen mit größter Wahrscheinlichkeit Ihren Slogan. Nach diesem Muster arbeiten die Profis.

Quelle: PR Praxis

Mehr Tipps und Ideen für Ihre erfolgreiche PR finden Sie unter www.marketing-trendinformationen.de/pr/


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