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TRENDALERT
Innovations-Radar für Konsum, Handel und Dienstleistungen


Lesen Sie am Mittwoch, den 9. September, im Trend Alert

Ethischer Konsum - trotz Krise sehr gefragt

Liebe Leserin, lieber Leser,

trotz Krise schaut der Kunde hierzulande nicht nur auf den Preis - die Zeiten von 'Geiz ist geil' scheinen endgültig vorbei zu sein. Vielmehr spielen Faktoren wie die Herkunft der Waren, die  Arbeitsbedingungen, unter denen diese entstanden sind und das Thema "umweltfreundliche Produktion" eine wachsende Rolle. Die Wirtschaft hat bereits darauf reagiert:  Längst gibt es sogar bei den Discountern Bio- und fair gehandelte Produkte.

Die aktuelle Studie des Trendforschers Peter Wippermann zeigt, dass trotz Krise der "ethisch korrekte Konsum" an Bedeutung gewinnt. Die Krise habe diesen Trend sogar verstärkt, so der Experte. Einige der Kernaussagen der für das Versandhandelsunternehmen Otto erstellten Studie:
  • Die Krise hat das Bedüfnis der Kunden nach Fairness gesteigert. Glaubwürdigkeit, Vertrauen, Beständigkeit sind gerade in diesen Zeiten enorm wichtig. 
  • Für 60 % der Deutschen sind ökologisch orientierte, verantwortungsvoll handelnde Unternehmen die Gewinner der Wirtschaftskrise. 
  • Ein Drittel der Deutschen hat die Konsumausgaben stärker gedrosselt als vor der Krise, dies betrifft den ethischen Konsum jedoch weniger stark: Drei Viertel geben so viel dafür aus wie vor der Krise, nur 18 % der Befragten reduzieren ihre Ausgaben, 7 % wollen gar mehr ausgeben.
  • 65 % gaben an, in Zukunft stärker unter ethischen Gesichtspunkten kaufen zu wollen als früher.
  • Während der ethische Konsum besonders bei Frauen und den 48 - 67-Jährigen hoch im Kurs steht, zeigen die 16 - 27-Jährigen und die formal niedrig gebildeten  wenig Interesse dafür.

Es gilt also, sich auf diesen Trend einzustellen, dabei aber auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht außer Acht zu lassen. Denn sollte die Krise wieder erneut aufflackern und das verfügbare Einkommen sinken, kann die Entwicklung im Bereich "ethischer Konsum" stagnieren.



Viele Grüße sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Trend Alert"


Rechtzeitig vorbereiten: Grüne Beschaffung wird bald Pflicht

Früher oder später werden es der Markt oder die Kunden von Ihnen verlangen: Grüne Beschaffung lässt sich in vielen Fällen nicht mehr abwenden. Greifen Sie daher das Thema von sich aus auf, a) dann erwischt es Sie nicht kalt, und, noch wichtiger, b) Sie verbessern Ihr Image in der Branche, leisten einen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften und c) stellen Ihren Betrieb im Ansehen jüngerer Bewerber besser auf.

Mit diesen vier Maßnahmen erreichen Sie das Ziel der grünen Beschaffung am besten:
1. Sie suchen sich Lieferanten, die ökologische Standards per Zertifikat einhalten.
2. Ihr Unternehmen trägt selbst zur Nachhaltigkeit bei, indem Verpackungen reduziert werden.
3. Überdies können auch Lieferanten, die ihrerseits wiederverwertbare und wiederverwendbare Verpackungen einsetzen, hierzu beitragen.
4. Weiterhin können Sie von den Lieferanten auch eine Selbstverpflichtung verlangen, die dokumentiert, dass ökologische Standards eingehalten werden.

Diese Maßnahmen werden von 51 bis 73 % der Unternehmen bereits umgesetzt.

Unsere Prognose: In allen Branchen mit hohen Wertschöpfungsbeiträgen der Zulieferer bekommt grüne Beschaffung großes Gewicht, sobald die ökologischen Standards weiter hochgeschraubt werden.

Quelle: Trendletter
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Mehr zum Thema "Nachhaltigkeit":
Trends: Wie Greentech unsere Alltagswelt erobert
Nachhaltigkeit in schwierigen Zeiten: Wie geht es weiter mit Greenomics?




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Gut organisiert zu sein, bedeutet weit mehr als bessere Leistung bei gleichzeitig weniger Stress

Allen voran ist es eine überlebenswichtige Maßnahme, die dem Unternehmen Zeit und Geld spart sowie wirtschaftlichen Schaden abwendet und somit auch Ihren Arbeitsplatz sicherer macht.

Nutzen Sie deshalb das Wissen von Deutschlands erfahrendsten Organisations- und Selbstmanagementprofis und Sie
  • haben Ihre Termine fest im Griff,
  • finden Dateien und Ordner auf Anhieb,
  • konzentrieren sich mehr auf Ihre Kernaufgaben,
  • lassen sich nicht von Zeitdieben ablenken,
  • sagen Nein, wenn Sie Nein meinen,
  • tappen in keine Zeitfalle mehr,
  • delegieren und kontrollieren Aufgaben,
  • gehen neue Ziele mit enormem Elan an,
  • organisieren Ihre Besprechungen optimal,
  • steigern Ihre Entscheidungskompetenz,
  • und überwinden endgültig die Arbeitsfalle Aufschieberitis!


Innovation: Wie Sie das Maximum aus vorhandenen Ideen herausholen

Hewlett Packard und Pfizer experimentierten um das Jahr 2000 mit automatisierter Innovation. Der Durchbruch gelang nicht. Jetzt ist das Thema wieder da – Ziel: neue Produkte zu niedrigen Kosten entwickeln. Beispiel: Evan Kirschbaum, Programmierer bei HP, erstellte ein Programm, das vorhandene Ideen-Schnipsel zu neuen Produktideen rekombiniert. So werden etwa bewährte Design-Elemente eines Laptops genutzt, um daraus neue Produkte zu schaffen.

 Unser Tipp: Im Grunde geht es darum, Zweitverwertung für einmal erzeugte Ideen zu schaffen. Sie können die Praxis auch für Ihr Unternehmen nutzen, ohne aufwändige Software.

Vorgehen:
  • Dokumentationen alter, bewährter Produkte auswerten. Ziel: Welche Komponenten können wir für neue Angebote nutzen?
  • Produkt-Friedhof untersuchen. In gescheiterten Produkten stecken oft einzelne gute Ideen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Produkt-Friedhof regelmäßig auf gute Ideen abgesucht wird.
  • Alte, bewährte Ideen systematisch daraufhin prüfen, ob sie sich in neuen Anwendungen oder neuen Märkten einsetzen lassen.
Quelle: Trendletter

Mehr von der Trendletter-Redaktion zum Thema Innovation:
Krisen-Trends: Auf welche Innovationen Sie jetzt setzen sollten




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Wie Sie wenig bekannte Geldquellen für Ihre Finanzierung nutzen

Sichern Sie sich Ihre Finanzierung rechtzeitig und aus alternativen Quellen. Denn: Ihre Bank wird bald deutlich weniger Kredite ausreichen als  heute – dafür sorgt eine Automatik in deren Bilanz. Weil die Bonität der Kunden mit Krediten sinkt, muss die Bank diese mit mehr Eigenkapital hinterlegen. Die Bank muss also a) bestehende Kredite kündigen oder b) neues Eigenkapital aufnehmen, nur um das vorhandene Engagement zu finanzieren. Deshalb die Kreditklemme. Wie Sie dennoch an Ihre Finanzierung kommen, hat der Trendletter Ihnen im unten stehenden Aktionsplan zusammen gestellt:

Aktionsplan "Finanzieren in der Krise":

1. Sie reduzieren z. B. 400.000 Euro Altschulden auf 275.000 Euro Neuschulden. Das gelingt, wenn Sie
a) einen Teil der Schulden vorzeitig zurückzahlen und
b) die Gläubiger zu einem Teil-Verzicht bewegen.
Den Tausch der Alt-Schuldscheine in neue motivieren Sie durch mehr Sicherheiten oder einen höheren Zinssatz als bei den Altschulden. Nutzen: entlastet Ihre Bilanz, reduziert Ausgaben für Zinsen. Voraussetzung: Gesellschafterbeschluss.

2. Sie bringen frisches Kapital ins Unternehmen. Dafür beschließen die Gesellschafter eine Kapitalerhöhung. Alt-Inhaber haben bei GmbHs und kleinen AGs meist ein Vorkaufsrecht. Sie können aber auch Dritte beteiligen, etwa befreundete Unternehmer oder Finanzinvestoren. Nutzen: wieder Bargeld für das operative Geschäft. Sie können mittels Eigenkapital Schulden abtragen, haben weniger Zinszahlungen und verbessern Bilanzstruktur und Rating.

3. Schulden raus, Gesellschafter-Anteile rein. Geeignet, wenn Ihr Geschäft gesund ist, aber zu hohe Schulden trägt. Vorgehensweise: Gläubiger üben Teil-Verzicht bei den Schulden. Für den Restbetrag erhalten sie Anteile an der Gesellschaft. Hürde: Finanzinvestoren tauschen in der Regel, die Bank hingegen weigert sich oft, weil sie keine Kredite wertmindern will. Sie müssen beide Interessen unter einen Hut bringen. Der Weg geht nur im Konsens.

4. Sie bemühen sich um Subventionen. Verfahren: Die KfW-Bank hält 15 Mrd. Euro für mittelständische und 25 Mrd. Euro für Großunternehmen bereit, überdies 75 Mrd. Euro für Bürgschaften. Der Topf heißt Wirtschaftsfonds Deutschland. Die KfW will damit zusätzliche Kredite durch die Geschäftsbanken animieren, dafür übernimmt sie den größten Teil von deren Ausfallrisiko mit. Beantragung und Auszahlung des Geldes: über Ihre Hausbank. Anträge sollen innerhalb von drei Wochen beschieden werden.

Quelle: Trendletter

Auch im folgenden Beitrag geht es ums Thema Geld:
4 Wege für die Banken der Zukunft




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