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Diese Themen lesen Sie heute im Werbe- und PR-Profi

Krisen PR: Ulla Schmidt in der Kritik

Liebe Leserin, lieber Leser,

Dienstlimousine der Gesundheitsministerin in Spanien geklaut - die Nachricht schlug in der ansonsten unter den Auswirkungen des Sommerlochs leidenden Medienlandschaft wie eine Bombe ein. Das Thema dominierte für einige Tage die Berichterstattung in Zeitungen, TV, Internet und Radio. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt sah sich harscher Kritik ausgesetzt. Daran konnte auch die Nachricht, dass der geklaute Wagen letzendlich wieder aufgetaucht war, nichts ändern. Ein Kommentator im Radio formulierte süffisant: "Dienstwagen wohlbehalten zurück, Ministerin beschädigt".

Doch nicht nur die Medien weiden sich an der Story vom Limousinenklau: Der Autovermieter Sixt nutzt in einer neuen Werbekampagne die Aktualität des Themas. In einer Anzeige sieht man beispielsweise die Ministerin mit einer Sixt-Kundenkarte in der Hand, darunter steht der Satz "Das nächste Mal miete ich bei Sixt". Ob geschmackvoll und fair oder nicht - die Kampagne wird Aufmerksamkeit erregen und reitet auf der Welle von Häme und der Kritik, mit der die Ministerin derzeit überrollt wird.

Angefeuert wurde der Skandal sicher auch durch Schmidts zuweilen eher ungeschickt anmutende PR-Krisenstrategie. Angefangen bei den teils schwer nachvollziehbaren Angaben zu den Kosten und den Hintergründen des Dienstwageneinsatzes bis hin zum starren Beharren darauf, dass sie absolut korrekt gehandelt habe, entwickelte sich die Affäre schnell zum PR-Supergau.

Unser erster Beitrag gibt Ihnen Tipps, worauf Sie bei Ihrer Krisen-PR besonderes Augenmerk legen sollten.

Beste Grüße aus dem Rheinland sendet Ihnen

Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Werbe- und PR-Profi"


So vermeiden Sie PR-Fehler in Krisen-Zeiten

Eine Krise ist eine Ausnahmesituation. Sie zehrt an den Nerven und belastet Beziehungen – zu den Mitarbeitern, zu den Geschäftspartnern, zu den Kunden und auch zu Ihrer speziellen Zielgruppe Nummer eins: zu den Journalisten. Denn in einer Krise gehen die Interessen zwischen Pressestellen und Redaktionen weit auseinander, viel weiter als in beschaulichen Zeiten. Können Sie im Alltag Ihre Kontakte pflegen und in der Regel mit dem Wohlwollen der Journalisten gegenüber Ihrem Unternehmen rechnen, so ändern sich in einer Krise die Interessen gewaltig: Sie möchten positive und imagestärkende Beiträge lancieren, der Journalist will aufdecken, erkennen, was hinter Ihren Zeilen brodelt.

Und eines ist sicher: Er wird finden, was er sucht. Mit Ihrer Hilfe oder ohne. Und Letzteres wird umso unangenehmer für Sie und Ihr Unternehmen. Denn nichts ist schwerer zu kitten im PR-Bereich als einen Vertrauensbruch, dann nämlich, wenn Sie zu spät Wahrheiten nennen.

Beachten Sie bei Ihrer Krisen-PR folgende Punkte:

  • Legen Sie besonderen Wert auf die interne Kommunikation.
  • Informieren Sie zuerst die Mitarbeiter, Ihre wichtigsten Geschäftspartner und Kunden und dann die Presse.
  • Bitten Sie Ihre Mitarbeiter um Unterstützung und motivieren Sie Ihre Kollegen dazu, die Krise gemeinsam zu überstehen.
  • Laden Sie 3, 4 Journalisten zu einem Pressegespräch ein, die bislang wohlwollend über Ihr Unternehmen berichtet haben, denen Sie vertrauen, und legen Sie in diesem Gespräch die Fakten und die Perspektive dar.
  • Beantworten Sie die Fragen zum Thema ehrlich und sachlich, aber lassen Sie sich nicht zu Interpretationen oder Spekulationen überreden.
  • Halten Sie sich streng an Ihr Statement und bleiben Sie verbindlich, aber distanziert. Jede unbedachte Aussage kann Ihrem Image schaden.
  • Wählen Sie jede Formulierung sorgsam, denn der Journalist wird mit großer Wahrscheinlichkeit Zitate verwenden.
  • Rechnen Sie nach einer Berichterstattung mit Rückfragen verschiedener Medien.
  • Notieren Sie sich den Namen des Mediums, der Redaktion und den Namen des Journalisten, bevor Sie auf Fragen antworten.
  • Bei heiklen Fragen: Bieten Sie einen Rückruf an und halten Sie sich auf jeden Fall an diese Zusage.
  • Presseanfragen beantworten ausnahmslos Sie als Presseverantwortlicher. Bitte senden Sie eine E-Mail an alle Kollegen mit diesem Hinweis.
  • Werten Sie jeden Beitrag aus, analysieren Sie ihn auf Wertung und Stimmung und scheuen Sie sich nicht, bei fehlerhaften Meldungen eine Gegendarstellung zu verlangen.

Unser Fazit: Krisen fordern außergewöhnliche Maßnahmen. Gehen Sie damit offensiv um und warten Sie nicht, bis Medien oder Öffentlichkeit das Thema ohne Ihr Statement aufgreifen. Nennen Sie die Gründe für Ihr Handeln, die Konsequenzen, die sich daraus ergeben. Formulieren Sie Ihre Botschaft sachlich und transparent. Und vor allem: Informieren Sie zuerst Ihre Mitarbeiter über die Entwicklung und dann erst die Presse.

Quelle: PR Praxis

Weitere Praxis-Tipps für PR-Verantwortliche finden Sie hier




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Mit Kooperationen aus der Krise: So setzen Sie Werbepartnerschaften erfolgreich ein

Gemeinsam sind wir stark – das sagt sich so leicht. Aber in der Praxis verfolgt jedes Unternehmen seine Ziele dann doch lieber allein. Kooperationen gelten als kompliziert und werden gescheut.

Dabei können Kooperationen im Marketing- und Werbebereich dickes Geld einsparen. „Mit weniger Etat mehr leisten“ – heißt ja ohnehin das Motto dieses Jahres. Aber nicht die Spareffekte sind das Hauptargument für Kooperationen, sondern die Tatsache, dass bestimmte Werbeziele allein nicht gestemmt werden können.

1. Mit Kooperation den Bekanntheitsgrad erhöhen
Wollen Sie ohne großes Medienbudget rasch bekannt werden? Dann entscheiden Sie sich für eine Medienkooperation. Eine Tageszeitung, eine Fachzeitschrift, ein Radio- oder TV-Sender sind Ihre idealen Partner. Wie können Sie diese für eine Kooperation begeistern? Liefern Sie ihnen Ideen für eine Leser-Aktion und ein attraktives Gewinnspiel.
Formel, um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen:
– Gewinnspiel anbieten
– Medienpartner suchen

2. Mit Kooperation Kaufinteressenten gewinnen

Wollen Sie durch eine Werbekooperation ausschließlich qualifizierte Adressen gewinnen – also die Adressen von Menschen, bei denen echtes Kaufinteresse besteht? Dann sollten Sie besser kein Gewinnspiel veranstalten! Suchen Sie sich einen Kooperationspartner, der Zugang zu den von Ihnen anvisierten Käufern hat, und verknüpfen Sie das Ganze mit einem Kauf- oder Test-Angebot.

Beispiel: Soeben lief bei rund 1.000 deutschen Friseurstudios die Aktion "Open Hair" zur Einführung des neuen Mini-Cabrios. Eine Dreier-Koop des Münchner Autobauers, des örtlichen Friseurstudios und des Kosmetikriesen Wella. Wer sich im Aktionszeitraum frisieren ließ, erhielt ein Geschenkpaket aus Haarstyling-Produkten, einem Mini-Kalender und die Einladung zur Probefahrt. Vorteil: Überflüssige Werbekontakte, die nicht als Käufer relevant sind, werden weitgehend ausselektiert. Die Probefahrt nimmt nur der in Anspruch, der auch tatsächliches Kaufinteresse am Fahrzeug hat.

3. Mit Kooperation Kunden belohnen
Wollen Sie bestehende Kunden für ihre Einkäufe bei Ihnen belohnen oder die Beziehung zu den Kunden vertiefen? Dann verschaffen Sie Ihren Kunden außergewöhnliche Erlebnisse. So wie der Berliner Immobilienmakler Holtz Immobilien, der seine Kunden einmal im Jahr exklusiv zu einem Klassikkonzert einlädt – eine Aufführung, die nur für die von ihm geladenen Gäste stattfindet. Nichts anderes macht Pommes-Produzent Agrarfrost, wenn er auf seinen Packungen Eintrittskarten für die Filmpremiere von "Pink Panther 2" verlost.

4. Mit Kooperation Adressen generieren

Wollen Sie neue Adressen für Ihre Werbeaktionen generieren, um sie für künftige Werbeaktionen nutzen zu können? Dann suchen Sie sich einen Kooperationspartner, der möglichst viele Menschen erreicht. Und loben Sie einen attraktiven Wettbewerb mit interessanten Preisen aus. Denn immer dann, wenn es etwas zu gewinnen gibt, gewinnen Sie jede Menge Werbeadressen – vorausgesetzt, Sie haben nicht vergessen, die Zustimmung zum Erhalt von Werbung explizit einzuholen!

Beispiel: McFit, die größte Fitness-Kette Deutschlands (über 700.000 Mitglieder und 100 Studios), rief zur Wahl des Mitglieds und des Trainers des Jahres auf. Beworben wird der Aufruf in den McFit-Studios selbst und sorgt dort für über 20 Millionen Werbekontakte. Davon profitiert Neckermann Reisen. Der Reiseveranstalter stellt für die Aktion Urlaubsgutscheine zur Verfügung.

Fazit: Kooperationen sind kein Sparprogramm, sondern eine gewiefte Strategie, Ihre Werbebotschaft abseits klassischer Methoden zu streuen. Denn die direkten Wege, die sich dank der Kooperationspartner zu neuen potentiellen Kunden öffnen, erweisen sich meist als die wirkungsvollsten.

Quelle: WerbePraxis aktuell

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Ist Ihnen das neulich mit Ihrer Werbung auch passiert?

Stellen Sie sich folgende Situation einmal vor: Um den Verkauf eines bestimmten Produktes anzukurbeln, haben Sie eine neue Werbekampagne aufgebaut. Haben gebrieft. Haben geschaut, was die Konkurrenz so treibt. Haben mit strategischen Partnern Kooperationen gebildet. Haben getan und gemacht...

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Werbe-Trends: Diese 3 Werbewege werden immer wichtiger

1. Dialogwerbung auf der Verpackung
13,5 % der Konsumenten erinnern sich an ein Produkt, wenn sie mit ihm zweimal in Berührung gekommen sind; bei einmaligem Kontakt sind es nur 4,9 % (Quelle: Alfa Romeo). Immer mehr Unternehmen versuchen deshalb, über die Verpackung mit dem Kunden in einen Dialog zu treten. Beispiel: Coca-Cola druckt auf die Getränkedeckel Codes, die im Internet gegen digitale Musikstücke eingetauscht werden können. So werden die Käufer erneut der Markenbotschaft ausgesetzt.

2. Kinowerbung
Der Kinosaal bleibt mittelfristig der einzige Ort, an dem Konsumenten Reklame – anders als im TV oder Internet – nicht wegklicken oder -spulen können. Das beschert dem Werbeweg ein Revival. National CineMedia, die größte Agentur für Kinowerbung in den USA, schreibt Rekordgewinne.

3. Coupons aus dem Geldautomaten
Die Sandwich-Kette Subway nutzt diesen Werbeweg schon: Kunden, die an einem Bankautomaten in der Nähe einer Filiale Geld abheben, erhalten zusätzlich einen Gutschein für eine Tüte Chips und ein Getränk (Agentur ATM-Ad (UK): www.atm-ad.com).

Quelle: Trendletter


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