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TRENDALERT
Innovations-Radar für Konsum, Handel und Dienstleistungen

 
Das lesen Sie heute im Trend Alert

Vertrauen in die Zukunft!

Liebe Leserin, lieber Leser,

das 3. Kölner Zukunftsforum, das vor kurzem in der Domstadt stattfand, stand unter dem Motto "Vertrauen in die Zukunft". Ein gewagtes Motto? Schließlich hat die Rezession viele für selbstverständlich gehaltene Ansprüche und Strukturen verändert und die Menschen verunsichert. Doch weder Angststarre noch die Parole "Augen zu und durch" wird Unternehmen dabei helfen, wohlbehalten aus der Krise zu kommen. Gefragt sind neue, innovative Ansätze.

Zukunftsorientierte Konzepte und Strategien für Handel und Vertrieb standen daher im Mittelpunkt des Zukunftsforums. Namhafte Referenten wie Prof. Peter Wippermann, Dr. Daniel Bosshart und Dipl. Kfm. Ulrich Eggert zeigten Strategien auf, mit denen sich Unternehmen auf die veränderten Märkte einrichten und ihre Marktposition festigen und ausbauen.

Hier einige der wichtigsten Thesen und Trends:
  • Lebensqualität und Nachhaltigkeit rücken stärker in den Vordergrund,
  • lang vermisste Selbstreinigungskräfte werden frei gesetzt,
  • der Konsument wird zum Prosument,
  • Innovationen sind gefragt und neue Formate entwickeln sich permanent, der Handel macht sich selbst zur Marke,
  • Slowretail, die Entschleunigung des Handels, und neue Preismechanismen führen aus der Beliebigkeit der Konzepte,
  • Sie als Unternehmer und Führungskraft stehen mit Ihrer Leistung und Wirkung verstärkt selbst im Vordergrund.
Tipp:  Informationen rund um Trends und Strategien lesen Sie auch in unserem brandneuen Blog Über_morgen!
.
 
Viele Grüße sendet Ihnen
 
Ihre

Bettina Steffen, Chefredakteurin "Trend Alert"

 
Was wir in Zeiten des Wandels von den Emerging Markets lernen können – 3 Grundregeln

Regel 1: Trading up wie in Warschau
Machen Sie gerade in der Krise Ihre Kunden zu Aufsteigern. Wie das funktioniert? Setzen Sie nicht wie Lidl und Aldi auf Dumping, sondern passen Sie Ihre Preisstrategie bei Ihren Premiumprodukten an, so dass die Preisspanne zwischen Billigwaren und Luxussegment zusammenschnurrt. Aufmerksame Kunden registrieren das und greifen möglicherweise zum "gar nicht so teuren" Premiumprodukt. Heben Sie sich die Preiserhöhung Ihrer Erstliga-Produkte für bessere Zeiten auf – die Sie sich dann mit neuen Aufsteiger-Kunden vergolden können. Speziell in Osteuropa hat das Prinzip noch auf einer anderen Basis funktioniert. Hier werden viele Produkte (beispielsweise Batterien) auf unterschiedlichem Qualitätsniveau zum selben Preis verkauft. Allerdings befinden sich bei den hochwertigeren Produkten nur 17 statt 20 Batterien in einer Packung.

Regel 2: Stammkundenpflege wie in Buenos Aires
Kümmern Sie sich in schlechten Zeiten um Ihre Stammkundschaft und sprechen Sie diese noch stärker am Point of Sale an. Handelsspezialisten haben für die krisenerprobten südamerikanischen Märkte festgestellt, dass die Begeisterung neuer Kunden etwa über teure, aber in der Wirkung fragwürdige Fernsehspots zu riskant ist. Die Kernkundschaft muss dagegen nicht mit Imagewerbung animiert werden, sondern kann vor Ort im Supermarkt durch Aktionen und zusätzlichen Service angesprochen werden. Grundsätzlich ist nach wie vor die alte Weisheit angeraten: Neukunden-Akquise ist allemal teurer als Stammkunden-Konsolidierung. Und: Steigern Sie in schlechten Zeiten den Service-Level, sodass sich Ihre Kunden in der Krise wahrgenommen fühlen.

Regel 3: Trendwachheit wie in Santo Domingo
Handeln Sie nicht nur nach Gegenwartsdaten, sondern leiten Sie Strategien aus makroökonomischen Daten und Lebensstilveränderungen ab. Ein weltweites Telekommunikationsunternehmen hat mit dieser vorausschauenden Strategie während einer Rezession 2004 in der Dominikanischen Republik alle Wettbewerber hinter sich gelassen. Die Manager vor Ort haben die wirtschaftliche und soziale Lage der Menschen vor Ort genau studiert und beschlossen, weniger auf Akquise als auf Kundenpflege zu setzen. Das Szenario, das sie für die 18-monatige Rezessionsphase zugrunde legten, war ein richtiger U-Turn – für die akute Krise warfen sie Langzeitpläne über den Haufen. Die Preise wurden moderat nach unten korrigiert und neue, günstigere Packages angeboten. Krisenmanagement wurde hier zur Durchstarthilfe für die anschließende Wachstumsphase. Denn während die Konkurrenz unbeirrt (und blind für aktuelle Lebensstil-Trends) Premiumprodukte in den schwächelnden Markt zu drücken versuchte (und schließlich dramatisch an Marktanteilen verlor), machte sich das Unternehmen aus diesem Beispiel fit für den kommenden Aufschwung.

Tipp:
Wenn Sie sich selbst bei den wichtigsten Lebensstil-Trends auf den neuesten Stand bringen möchten: www.zukunftsinstitut.de/lebensstile2020

Quelle: Zukunftsletter

Weitere Trends, die das Leben in den kommenden Jahren prägen...
 

 
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Zahl der Woche: Wirtschaft hat großen Innovationshunger

Im Krisenjahr 2009 wird in Deutschlands Wirtschaft mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) gerechnet. Nach den letzten Schätzungen der Experten des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft werden die gesamten F&E-Ausgaben 2009 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 5 % auf 59,3 Mrd. Euro ansteigen. Bereits in den vergangenen Jahren gab es Zuwächse bei der Investitionsbereitschaft: zuletzt von 53,5 Mrd. Euro in 2007 auf 56,8 Mrd. Euro in 2008 – ein Anstieg von 6,2 %.

Quelle: Zukunftsletter
 

 
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