Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt

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So bereitet sich Ihr Unternehmen optimal auf Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt vor

2015 wird der Durchschnittsdeutsche 44 Jahre alt sein, das wird zu starken Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt führen; Indien kommt zu diesem Zeitpunkt auf einen Wert von nur 30 Jahren. Die ersten Auswirkungen der Alterung werden bereits in diesem Jahrzehnt spürbar sein. Wie sich ein Unternehmen schon heute demografiefest machen kann, zeigt das Beispiel RWE Power. Die Ausgangslage bei dem Bergbau- und Kraftwerkskonzern: 2018 werden vier von fünf Mitarbeitern älter als 50 Jahre sein - so lautete das Ergebnis einer Hochrechnung, die RWE Power anhand seiner Personalakten durchführte. Mithilfe der Unternehmensberatung BCG startete das Unternehmen deshalb ein Programm, mit dem die demografischen Risiken aufgedeckt und passende Gegenmaßnahmen erarbeitet wurden. Das Vorgehen kann als Blaupause für viele Firmen dienen.

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Das Vorgehen im Einzelnen:

Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt - 1. Engpässe aufdecken.
Stellen Sie für alle Funktionen im Unternehmen eine Prognose auf. Frage: An welchen Stellen drohen Personalengpässe, weil Mitarbeiter kündigen oder in Rente gehen? Die nötigen Daten liefert Ihnen Ihre Personalabteilung - Alter der Mitarbeiter und Fluktuation in der Vergangenheit. So sehen Sie auf Anhieb, wo die Kapazitäten knapp werden.

Beispielrechnung:
Lage 2008: 50 Ingenieure im Unternehmen;
zu erwartende Entwicklung bis 2013: 1 Mitarbeiter scheidet aus, 10 gehen in Rente = 39 Ingenieure im Jahr 2013
Lage 2013: 45 Ingenieure werden benötigt (5 Stellen fallen weg durch steigende Produktivität)

Ergebnis: ein Defizit von fünf Ingenieuren.

Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt - 2. Internen Ersatz suchen.
Finden Sie heraus, welche offenen Stellen Sie mit schon vorhandenem Personal besetzen können und welcher Aufwand dazu nötig ist. Beispiel: RWE Power fand heraus, dass sich Hochspannungselektriker nach einer kurzen Umschulung auch im Niederspannungsbereich einsetzen lassen.

Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt - 3. Rekrutierung von außen prüfen.
Stellen Sie für alle Funktionen eine Prognose auf. Frage: Welche Fachkräfte wird es in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt geben? Aus den Schritten 1, 2 und 3 ergibt sich eine demografische Landkarte Ihres Unternehmens. Sie können auf einen Blick die demografischen Risikoherde erkennen: Funktionen, die von alten Mitarbeitern ausgefüllt werden und für die weder intern noch extern in Zukunft Ersatz gefunden werden kann. Die Gegenmaßnahmen:

  • Erhöhen Sie die Produktivität der verbleibenden Mitarbeiter, etwa durch Technikunterstützung.
  • Finden Sie heraus, in welchen Bereichen Ihres Unternehmens ein Arbeitskräfteüberschuss besteht und ob diese Kräfte umgeschult werden können.
  • Bilden Sie Mitarbeiter weiter.
  • Senken Sie die Fluktuation. Messen Sie die Zufriedenheit der Mitarbeiter, setzen Sie langfristige finanzielle Anreize, bieten Sie Job-Rotation an.
  • Rekrutieren Sie mehr neue Mitarbeiter.

Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt - 4. Junge und alte Mitarbeiter packen gemeinsam an.

Generations - so heißt ein Programm, mit dem der Elektrokonzern ABB seine zunehmend alternde Belegschaft fit hält. Anders als andere Betriebe setzt das Unternehmen dabei nicht auf das Seminarformat mit Frontalunterricht. Stattdessen werden komplexe Aufgaben von Zweierteams bearbeitet, die jeweils aus einem jungen und einem älteren Mitarbeiter bestehen. Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt kann so effektiv entgegengewirkt werden.

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