Marketing

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Das Ziel von Marketing ist es in der Regel, Menschen zum Kauf von Produkten oder zum Nutzen von Dienstleistungen zu überreden.

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Innovative Ideen für Ihr Marketing 2013

Sie suchen nach neuen Ideen für Ihre Aktivitäten in 2013? Ein Blick hinaus in die Welt liefert Sie Ihnen:

Idee 1: Werbefinanziertes Telefonieren

Die kalifornische Internetfirma "The Pudding" bietet kostenlose Telefongespräche an. Prinzip: Der Teilnehmer verbindet ein Kopfhörer-Mikrofon mit seinem Computer und kann auf diesem Weg die Gratis-Telefonate führen (Internet-Telefonie), auch ins Festnetz. Das Besondere: Ein Computer hört das Gespräch mit, filtert bestimmte Schlagwörter heraus und blendet dann auf dem Computerbildschirm des Nutzers passende Werbung ein. Unterhalten sich die Teilnehmer etwa über Filme, erscheinen die aktuellen Kinostarts samt Kritik.

Zum Vergleich: Andere Anbieter von Internet-Telefonie wie Skype verlangen eine Einrichtungsgebühr von 10 US-Dollar, die für einige Stunden werbefreies Telefonieren reicht (www.thepudding.com). Einschätzung: Ein interessantes Marketing-Experiment - dessen Zeit jetzt kommt. Die Konsumenten werden sich an diese Art der persönlichen Ansprache gewöhnen. Schon heute bekommen Nutzer eines kostenlosen EMail- Postfachs bei Google Werbung eingeblendet, die sich nach dem Inhalt der von ihnen verschickten Mails richtet. Personenbezogenes Marketing liegt im Trend.

Idee 2: Erste Agentur für Luftwerbung

Durch Internetdienste wie Google Earth haben immer mehr Menschen Zugriff auf Luftbilder. Das will die New Yorker Marketing- und Werbeagentur Ad-Air nutzen: Sie hat sich darauf spezialisiert, überdimensionale Werbeplakate auf Hausdächern oder in den Einflugschneisen von Flughäfen zu platzieren.

Eine zwei Hektar große Anzeige in der Nähe eines internationalen Airports kostet 70.000 Euro pro Monat. Das Motiv wird auf ein spezielles Plastiknetz gedruckt und 30 Zentimeter über dem Boden aufgehängt (www.ad-air.com). Einschätzung: Eine neue Nische, die Sie dann nutzen können, wenn Sie das Marketing für einen Markenhersteller verantworten.

Idee 3: Konsumenten sehen sich Werbung an - gegen Honorar

Der amerikanische Dienstleister Ad-Perk verschenkt Jahresabonnements bekannter Zeitschriften. Voraussetzung: Der Nutzer schaut sich vorher im Internet einige Werbevideos an. Von welchem Unternehmen die Werbung ist, können die Konsumenten bestimmen. Vorteil für die werbenden Firmen: Sie zahlen nur pro angeschaute Clips (www.adperk.com). Einschätzung: Ein guter Ansatz - aber die Nutzergemeinde ist nicht repräsentativ! Marketing-Verantwortliche sollten Abwarten.

Idee 4: Das Erfolgsrezept der Hausmarken

Der Handelskonzern Wal-Mart nimmt mit Hausmarken mittlerweile mehr ein als Coca-Cola, Pepsi und Unilever mit ihren Produkten zusammen. Der Absatz von No-Names hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Wie können Unternehmen diese Entwicklung für sich nutzen und eigene Hausmarken erfolgreich etablieren?
Dieser Frage geht das neue Marketing-Buch "Private Labels" nach (Autoren: Keith Lincoln/Lars Thomassen, Kogan Page 2007, 320 S., 28 Euro). Ein schönes Weihnachtsgeschenk, das Sie sich selber machen sollten!

So trifft Ihre Marketing-Konzeption auf den Punkt

"Wo wollen wir hin im Marketing? Welche Erfolge können ausgebaut werden, welche Strategien und Ansätze gilt es zu testen?" Der perfekte Marketing-Plan liefert die Antworten wie von selbst. Wesentlicher Bestandteil darin ist die Marketing-Konzeption. Doch die kommt im betrieblichen Alltag fast immer ein wenig zu kurz.

Nutzen Sie deshalb die folgende Übersicht und stellen Sie damit Ihre eigene Marketing-Konzeption vor der Verabschiedung bzw. Präsentation kritisch auf die Probe!

1. Beinhaltet die Konzeption alle notwendigen Komponenten?

Ihre Fragen:

  • Werden die Unternehmensziele und die Unternehmensphilosophie berücksichtigt
  • und wo findet sich das wieder?
  • Werden die wesentlichen Marketing-Ziele aufgeführt?
  • Stimmt Positionierung von Unternehmen und Produkt(en) am Markt?
  • Berücksichtigen Sie die Erfahrungen früherer Marketing-Aktivitäten?
  • Sind die Zielgruppen des Unternehmens genau getroffen?
  • Wird die Konkurrenzsituation berücksichtigt?
  • Sind die Produktdetails (Nutzen, technische Daten) enthalten?
  • Werden alle Erfolg versprechenden Produktdetails beschrieben?
  • Welches Pricing wird verfolgt?

Mit dieser Fragestellung stellen Sie zunächst also grob fest, ob bei der Erstellung der Marketing-Konzeption wirklich alle zur Verfügung stehenden Informationen und relevanten Vorgaben auch wirklich eingeflossen sind!

2. Marketing-Ziele: Was soll eigentlich erreicht werden?

Was verfolgen Sie bzw. Ihre Mitarbeiterin bzw. Ihr Mitarbeiter mit der vorgestellten Marketing-Konzeption. Welche kurz-, mittel- oder langfristigen Ziele sollen erreicht werden? Ihre Fragen dazu:

  • Soll die Bekanntheit des Unternehmens oder Produktes gesteigert werden?
  • Soll der Marktanteil um einen bestimmten Promille- oder Prozentsatz erhöht werden?
  • Geht es darum, die Konkurrenz zurückzudrängen?
  • Soll die Kundenzufriedenheit verbessert werden?
  • Geht es um die Festigung und Erweiterung von Aufgaben?
  • Soll die Kundenstruktur verändert werden?

3. Werden wirklich die angesprochen, die gemeint sind?

In der Marketing-Konzeption werden für jedes Produkt oder jede Dienstleis - tung des Unternehmens genaue Zielgruppen festgehalten. Die Fragestellung lautet: Wem kann das Produkt bzw. das Angebot am meisten nutzen? Jede Zielgruppe muss dabei eine homogene Einheit bilden. Ihre Fragen:

  • Ist die Zielgruppe genau definiert? An welchen Merkmalen wie Alter, Einkommen usw. lässt sich das festmachen?
  • Wenn es für ein Produkt oder eine Kampagne verschiedene Zielgruppen gibt: Wie werden diese angesprochen? Unterschiedlich oder nicht? Wenn ja oder nein: Warum - und ist die Begründung in sich schlüssig?

4. Konkurrenzanalyse

Ihre Fragen:

  • Sind die Marketing-Aktivitäten der Konkurrenz analysiert und berücksichtigt?
  • Wie unterscheidet sich das eigene Produktversprechen von denen des Wettbewerbs?
  • Wie unterscheiden sich die Preise - und wird dies werblich berücksichtigt?
  • Welche Vorteile hat das eigene Produkt - und werden sie stark genug herausgearbeitet?

5. Marktvorschriften

  • Werden die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten?
  • Aus welcher Ecke kann mit Problemen gerechnet werden (z.B. Verbraucherorganisationen) - und wie sollen diese behandelt bzw. abgewehrt werden?
  • Werden marktgerechte Garantien gegeben?

6. Marketing-Mix

  • Betrifft die Kampagne die Produktpolitik? Wenn ja: Werden alle Maßnahmen, die das Produkt betreffen, auch wirklich berücksichtigt (dazu gehören Innovationen, Variationen, Diversifikationen und Eliminierung)?
  • Geht es um die Preispolitik? Sollen Preise, Nachlässe, Mindest- oder Höchstpreise getestet werden? Wenn ja: Finden sich diese Tests konsequent abgestimmt im Marketing-Mix wieder?
  • Distributionspolitik: Werden verschiedene Absatzwege gestestet? Wenn ja: Ist das im Marketing-Mix schlüssig nachgebildet?
  • Kommunikationspolitik: Sind Verkaufsförderung, PR, Direkt-Marketing, Sponsoring und Corporate Identity des Unternehmens wirklich aufeinander abgestimmt?

7. Erfolgskontrolle

Ihre abschließende und entscheidende Frage: Wo und wie ist in der Marketing-Konzeption eine Erfolgskontrolle festgeschrieben? Nur mit ihrer Hilfe können Sie nach der Umsetzung der Konzeption prüfen, ob die Marketing-Ziele erreicht wurden und wo es Abweichungen gibt.

Wenn Ihrem Mitarbeiter keine detaillierten Schritte zur Erfolgskontrolle einfallen wollen: "Verdonnern" Sie ihn zu einem Soll-Ist-Vergleich, denn dann muss er die gesamte Konzeption von Anfang an stringent auf die spätere Erfolgskontrolle ausrichten.

Legen Sie viel Gewicht auf Marketing

Marketing ist ein nicht zu vernachlässigender Teil der Unternehmensführung, denn potentielle Interessenten müssen zu erst einmal weisgemacht bekommen, dass Ihre Firma existiert und was sie offeriert, bevor sie zu Kunden werden können. Den passenden Fachinformationsdienst „WerbePraxis aktuell” zum Thema liefert Ihnen der Fachverlag für Marketing & Trendinformationen.

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