Gewinn im Verkauf optimieren
Gewinn im Verkauf optimieren: So erzielen Sie durch professionelles
Verhandeln höhere
Verkaufserlöse
Der Jahresendspurt 2011 steht an. Und auch
wenn die Tageszeitungen voll sind mit Berichten
über steigende Preise, wissen Sie
und Ihre Verkäufer nur allzu gut: Der Preis und
Verhandlungsdruck ist unvermindert
groß. Dennoch können und sollten Sie die
"allgemeine Großwetterlage" konsequent
dazu nutzen, um in Verhandlungen noch
stärker aufzutreten als bisher.
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Es liegt auf der Hand: Für einen Verkäufer
füllen Verhandlungen einen Großteil
seiner Arbeitszeit aus. Dabei hat echtes
Verhandeln nichts mit dem "Feilschen"
wie im Basar zu tun, wenn es um die Akzeptanz
des geforderten Preises geht.
"Feilschen" bedeutet, dass man eine Position
bezieht, sie begründet, mit Argumenten
verteidigt und letztendlich doch Preiszugeständnisse
macht, um den Auftrag zu
erhalten. Sprich:
Beim "Feilschen" unterscheiden Sie
entweder weiches, einfühlsames Verhalten
des Verkäufers gegen hartes Verhalten
des Kunden. Oder (in Ausnahmefällen)
den genau umgekehrten Weg.
Dem setzen Sie erfolgreiches Verhandeln
entgegen!
Erfolgreiches Verhandeln ist eine Mischung
aus beiden Verhaltensweisen.
Professionell geführte Verhandlungen
führen zu vernünftigen, beiderseits zufriedenstellenden
Vereinbarungen und
festigen die Geschäftsbeziehung. Das Ziel
einer jeden Verhandlung ist dabei immer,
eine beiderseits zufriedenstellende Übereinkunft
zu erzielen und das Gespräch in
einer freundschaftlichen Art und Weise
zu beenden.
Verhandeln bedeutet, bestimmte Regeln
einzuhalten - wie diese Geschichte
belegt:
Ein Bauer vererbte seinen ganzen Besitz
an seine drei Söhne. Der Älteste sollte
die Hälfte seiner Kuhherde, der Zweitälteste ein Drittel und der Drittgeborene ein
Neuntel erhalten. Bei der Verteilung des
Kuhbestandes entstand erwartungsgemäß
Streit, denn es waren nur siebzehn Kühe
vorhanden, deren Anzahl weder durch
Zwei oder Drei geteilt werden konnte. Jeder
der Drei verharrte auf seiner Position,
einen möglichst hohen Anteil zu erhalten.
Da sie sich nicht einig werden konnten,
baten sie einen alten, honorigen Landwirt
um Rat.
(Wie ließ sich dieser verzwickte Fall
wohl lösen? Welchen Rat würden Sie geben?)
Nach einiger Überlegung gab er eine
seiner Kühe dazu und die Teilung ging
reibungslos "über die Bühne": Der Erste
erhielt nun neun Kühe, der Zweite sechs
und der Dritte drei Kühe. Anschließend
nahm der alte Landwirt die Achtzehnte
wieder mit nach Hause und alle Beteiligten
waren zufrieden.
Dieses Beispiel verdeutlicht, dass Verkäufer
und Kunde in gemeinsamer Sache
Partner sein sollten, um für beide Seiten
realistische, akzeptable und nicht schädigende
Vereinbarungen anzustreben. Das ist möglich und Sie als Verkäufer können Ihren Gewinn im Verkauf optimieren!
Gewinn im Verkauf optimieren - Ihr Verhandlungsmodell: Akzeptable
Bedingungen für beide Seiten
Das ist gar nicht so schwer: Trennen
Sie die Person, Ihren Gesprächspartner,
von dem anstehenden Problem. Denn
jede Verhandlung bewegt sich immer auf
zwei Kommunikationsebenen, der Inhalts-
oder Sachebene und der emotionalen
oder Mensch-Ebene, und widmet sich
also dem anstehenden Problem und dem
Partner.
Menschen haben unterschiedliche Motive,
wie zum Beispiel Sicherheit, Ansehen,
Gesundheit, Fortkommen, Selbstachtung,
Vertrauen, Unabhängigkeit und
Verantwortung, die ihr Handeln antreiben
und erfüllt werden müssen. Dementsprechend
sind auch die vertretenen
Standpunkte unterschiedlich, wie Wirtschaftlichkeit,
Qualität, Erhöhung der
Marktanteile, Preise, Wunsch nach Akzeptanz,
Menschlichkeit oder vor allem
auch Anerkennung. Werden diese Motive,
die hinter allen Handlungen stehen,
vernachlässigt, sind Missverständnisse
vorprogrammiert.
Deshalb:
- Analysieren Sie die Gründe, die hinter den Forderungen stehen, bevor Sie Ihre
auf beide Ebenen ausgerichtete Verhandlung
starten.
- Verstehen Sie die Emotionen, Motive
Ihres Gesprächspartners bzw. die Ihrer
individuellen Gesprächspartner. Drücken
Sie auch Ihre Emotionen, Gefühle
in Form von "Ich"-Botschaften aus.
Und, wenn es einmal sein muss, kann
auch eine Entschuldigung Ihrerseits
sehr hilfreich sein, die Zuwendung des
Gesprächspartners zu erhalten.
- Hören Sie aktiv zu: Eruieren Sie die
Hintergründe für die vorgebrachten
Argumente und Bedenken. Das ist deshalb
so wichtig, weil Sie die Interessen,
die hinter einer bestimmten Haltung/
Position stehen, herausfinden müssen,
um Ihre Argumentation darauf ausrichten
zu können.
Die Herausforderung des Verhandelns
liegt nicht, wie oft angenommen, in gegensätzlichen
Positionen, sondern im
Konflikt mit gegensätzlichen Bedürfnissen,
Wünschen, Erkenntnissen, Sorgen,
Notwendigkeiten oder auch Ängsten.
Diese Bedürfnisse sind die Beweggründe
hinter den Positionen, sie sind die
wahrhaft "vorherrschenden Interessen".
Finden Sie also heraus, welche Interessen
gegensätzlicher, abweichender oder
auch gemeinsamer Natur sind, die hinter
den erkannten Positionen stehen. Und so
geht"s:
Gewinn im Verkauf optimieren - So finden Sie die Interessen heraus, die
für Ihre Verhandlung von Bedeutung sind:
Stellen Sie Fragen, wie zum Beispiel:
-
"Aus welchem Grund ist dieser Punkt
für Sie so wichtig?"
-
"Gibt es hierfür noch weitere Gründe?"
-
"Was bereitet Ihnen Sorgen, wenn Sie
meinen Vorschlag betrachten?"
-
"Was würde geschehen, wenn Sie mein
Angebot annehmen würden?"
Gewinn im Verkauf optimieren - Hören Sie genau zu - die Antworten
sind der Schlüssel zu Ihrem
Verhandlungserfolg!
Denn nachdem Sie die noch nicht
überbrückbaren Interessen des Käufers
festgestellt haben, entwickeln Sie Lösungsansätze,
die sowohl für den Kunden als auch für Sie von Vorteil sind. Gerade
die Entwicklung von Wahlmöglichkeiten
ist die Grundlage erfolgreichen Verhandelns.
Oft stehen persönliche Interessen des
Gesprächspartners hinter der eingenommenen
Position, die durch Zusatzleistungen
oder der Hilfe zur Verbesserung des
Betriebsergebnisses besser befriedigt werden
können als durch Feilschen um einen
niedrigeren Preis, denn dann können Sie auch Ihren Gewinn im Verkauf optimieren.
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Gewinn im Verkauf optimieren - Ein Praxisfall:
"In meiner aktiven Zeit als Trainer in
einem amerikanischen Konzern verloren
wir einen bedeutenden Kunden,
weil unser Angebot beträchtlich
von der Konkurrenz mit einem ähnlichen
Produkt unterboten worden
war. Nach gründlicher Vorbereitung,
gemeinsam mit dem zuständigen Key
Account Manager, erbat ich ein klärendes
Gespräch bei dem Geschäftsinhaber
und dem Geschäftsführer.
Der Grund meines Besuchs basierte
auf meiner geleisteten Dienstleistung
als Trainer für Management und
Marketing in diesem Unternehmen.
Nach einführenden Worten brachte
ich Verständnis für ihren Wechsel
auf, wenn sie den fast sechsstelligen
Unterschiedsbetrag zwischen den
Angeboten sahen, obwohl der höhere
Produktnutzen unseres Angebotes
nicht ganz erreicht werden konnte.
Da unser Unternehmen bereits seit
fast zwei Jahren ein Weiterbildungsprogramm
für die Verkaufsleiter
durchgeführt hatte, machte ich meine
Gesprächspartner mit harten Zahlen
auf die erreichten Mehrumsätze und
-erträge aufmerksam und stellte weitere
Verbesserungen durch die geplanten,
unterbrochenen Aktivitäten
in Aussicht.
Inhaber und Geschäftsführer konnten
sich meiner Argumentation nicht
verschließen und bestätigten mir,
dass sie unser Angebot unter diesen
Aspekten nicht beleuchtet hätten."
Fazit:
Unsere Geschäftsbeziehung wurde
mit einem neuen Angebot fortgesetzt.
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