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Was bedeutet eigentlich "Geo-Marketing" und wie wende ich es sinnvoll an?

veröffentlicht am 31.03.2011 unter Marketing

10 Praxis-Tipps zur geografischen Marktaufteilung

Der Begriff Geo-Marketing wird verwendet, wenn im Marketing Maßnahmen oder Strategien unter Berücksichtigung geografisch differenzierter Fakten entwickelt werden. Produkte werden gezielt raumbezogen vermarktet. Räumliche und raumbezogene Informationen beantworten wichtige Fragen des Vertriebs:

  • Wo wohnen meine Kunden? Wie kann ich Vertriebsgebiete meiner Außendienstler optimal bestimmen?
  • Mit welchem Sortiment überzeuge ich an welchem Standort?
  • Welche Informationen stecken in meinen Kundenadressen?

Die Anwendungsbereiche von Geo-Marketing reichen vom Direktmarketing über die Distributions- und Außendienstplanung bis zur Routenoptimierung und Mediaplanung.

10 Praxis-Tipps zur geografischen Marktaufteilung:

  1. Sammeln Sie als Erstes alle relevanten internen und externen Daten, die in die Planung und Bewertung eingehen sollen, und führen Sie diese in einer zentralen Datenbank zusammen.
  2. Klassifizieren Sie Ihre Kunden in A-, B-, C-Kunden.
  3. Führen Sie eine IST-Analyse durch:
    a) Erheben Sie den Status Quo und bewerten Sie die Marketing-Gebiete im Vergleich zueinander.
    b) Analysieren und überprüfen Sie, ob es regionale Besonderheiten gibt, die die Marketing-Gebiete beeinflussen.
  4. Analysieren Sie sämtliche Marketing- und Vertriebsaktivitäten in den Gebieten nach Vertriebsweg (Direktmarketing, Telefonmarketing, Klassik, Außendienst).
  5. Nutzen Sie zur Auswertung grafische Tools - Geografische Informationssysteme, mit denen Sie auf einem PC die Unternehmens- und Potenzialdaten sowie die eigenen Organisationsstrukturen mit einer Landkarte verknüpfen können. Neben der Analyse können Sie mit einem GIS die Daten plastisch darstellen.
  6. Ziehen Sie Konsequenzen und nehmen Sie sich gegebenenfalls die Zeit, Marketing- und Vertriebsgebiete neu aufzuteilen.
  7. Holen Sie die Geschäftsführung rechtzeitig mit ins Boot.
  8. Beziehen Sie den Vertrieb rechtzeitig mit ein.
  9. Binden Sie alle anderen relevanten Abteilungen in die Prozesse mit ein.
  10. Legen Sie die Kriterien für eine Neuaufteilung der Marketing- und Vertriebsgebiete offen.
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Michael Weber, WSP Design Werbeagentur GmbH, Heidelberg

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Constantin Gillies
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