Je nach Budget und Größenordnung Ihres Projekts halten Sie nach einer projektbezogenen oder langfristigen Zusammenarbeit mit einer Kommunikations-Agentur Ausschau. Ziel ist eine für beide Parteien erfolgreiche und zufrieden stellende Zusammenarbeit, die kurz- oder langfristig ausgerichtet ist und auf einer vertrauensvollen Partnerschaft basiert.
1.
Der direkte Weg. Häufig wird eine Agentur auf Grund von früheren Kontakten, Empfehlungen, bekannten Kampagnen oder Einzelarbeiten gewählt. Dennoch empfiehlt sich eine Anfrage bei den Auskunfteien Creditreform oder Bürgel, denn Sie müssen als Marketingleiter dafür sorgen, dass Ihr Partner Zuverlässigkeit und Zukunftsfähigkeit besitzt.
2.
Die Agenturvorstellung. Sie stellen eine Short-List von 3 bis 4 Kandidaten nach folgenden Kriterien zusammen: Bekanntheit der Agentur, Referenzen von Kollegen, Fachleuten oder durch Presseberichte. Ergänzend ziehen Sie die Fachpresse, Agenturportraits und die Homepages der Agenturen zu Rate. Beim Agenturbesuch sollten Sie zur Entscheidungsfindung heranziehen:
- Arbeitsbeispiele
- Agenturphilosophie
- Einstellung des Managements zu Ihrem Unternehmen und zum Markt
- persönlicher Eindruck vom Team als Basis für eine gute Zusammenarbeit
- Konsens in Fragen der Honorierung
1. Diese Art der Agenturauswahl verursacht zwar keine direkten Kosten, sie ist aber relativ aufwändig.
2.
Der projektbezogene Testauftrag. Über die Vergabe eines Einzelauftrags ist die Leistungsfähigkeit einer Agentur direkt überprüfbar. Dieser Weg erfordert mehr Zeit und erfordert immer eine Bezahlung, lässt Sie aber einen genauen Einblick in die Arbeitsweise der Agentur bekommen. Frei nach dem Motto: Drum prüfe, wer sich ewig bindet.
3.
Die Wettbewerbspräsentation. Durch die Ausrichtung einer Wettbewerbspräsentation - eines Pitchs - erhalten Sie als Marketingleiter eine qualifizierte Entscheidungsgrundlage und vermeiden Risiken. Aufgrund der Präsentation erkennen Sie Stärken und Schwächen der Kreativ-Dienstleister. Diese Methode ist jedoch auch zeitaufwändig: Nötig sind ein Briefing, die Präsentation, die Auswahl sowie Ab- und Zusagen. Zudem verlangen renommierte Agenturen eine Aufwandsentschädigung für einen Pitch. Bei kleineren Agenturen hingegen ist die Pitch-Entschädigung sicherlich Verhandlungssache.
Fazit: Wie auch immer: Der Pitch ist mit Kosten verbunden. Allerdings haben Sie danach meist eine wirklich gute Grundlage für Ihre Entscheidung.