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So locken Sie WAP-Handy-User automatisch auf Ihre Internetseiten

veröffentlicht am 16.04.2011 unter Marketing

Neue Infrarot-Technologie auf dem Vormarsch: Mit einer neuen Technologie können Sie die Mobiltelefone von Passanten ohne deren Eingreifen direkt auf Ihr Internet-Angebot lotsen.

Kennen Sie das Problem: Ihr Unternehmen verfügt zwar über einen ansprechenden Web Auftritt, aber die Anzahl der Besucher lässt zu wünschen übrig? Um hier Abhilfe zu schaffen, gibt es jetzt eine neue Technologie, mit der die Mobiltelefone von Passanten ohne deren Eingreifen direkt auf Ihr Internet-Angebot gelotst werden.

Interaktion mittels Infrarot-Plakaten

Das von der britischen Firma Hypertag entwickelte System funktioniert folgendermaßen: In den Rahmen von City-Light-Postern werden neben Plakaten der Unternehmen, die diese Stellflächen gebucht haben, auch kleine Infrarotsender angebracht.

Diese Sender sind so programmiert, dass sie im Sekundentakt Funk-Signale mit der Web-Adresse des jeweils werbenden Unternehmens ausstrahlen. Sobald ein WAP-fähiges Handy in die Nähe der Plakate kommt, erscheint auf dem Display automatisch die entsprechende URL-Angabe.

Mittels eines einfachen Tastendrucks gelangt der Handybesitzer dann direkt auf die entsprechende Internetseite.

Elektronische Responsequote von fast 30%

Bei ersten Testversuchen in London wurden mit den Hypertag-Plakaten sehr vielversprechende Resultate erzielt: Ein Anbieter von Hairstyling-Produkten erreichte bei der Bewerbung eines Online-Preisausschreibens eine aktive Anklickrate der auf dem Telefondisplay angezeigten Web-Adresse von knapp 30 %.

Werbe-SMS künftig auch als Haftnotizen

Eine weitere Innovation im Bereich Handy-Werbung hat Siemens entwickelt: Das deutsche Hightech-Unternehmen stellte eine so genannte "Digital-Graffiti-Technik" vor. Dabei handelt es sich um ein Computerprogramm, mit dem auf Handys künftig Nachrichten wie unsichtbare Haftnotizen an beliebigen Orten hinterlassen werden können.

Bei diesen digitalen Graffitis handelt es sich um eine Art SMS, die an ausgewählten Orten "haften" bleibt. Erreicht der Empfänger den definierten Punkt, erscheint die Nachricht auf seinem Display. Anders als die klassische SMS wandert die Nachricht also nicht zum Adressaten, sondern erreicht diesen nur dann, wenn er an der entsprechenden Stelle den für das Graffito definierten Umkreis betritt.

Da diese elektronischen Post-it‘s als virtuelle Botschaften mit Ortsbezug verschickt werden können, eröffnen sich für SMSWerbung völlig neue Perspektiven: So können Passanten beispielsweise gezielt darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie sich gerade vor einem Geschäft befinden, in dem das beworbene Produkt verkauft wird.

Rechtstipp

Die Infrarot-Sender strahlen elektronische Signale aus, die nur im direkten Umkreis des Senders funktionieren. Deshalb erhält der Empfänger keine SMS, die als Spam gewertet werden könnten.

Eine Weiterleitung auf die angezeigte Web-Seite erfolgt nur dann, wenn der Handynutzer dies per Knopfdruck selber veranlasst.

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Sigurd Schmidt Sigurd Schmidt, Deutsche Bank AG, Frankfurt


Vorgestellt
Dr. Eike Wenzel
Dr. Eike Wenzel
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